Aus der Ukraine zurück

Ruben Mawick berichtet von seinem letzten Aufenthalt und seinen Einsätzen


Unsere Gemeinde hat mit weitergeleiteten Spenden die Reparatur eines der Autos unterstützt, mit denen Verletzte geborgen werden. Auch der Krankenwagen, der letztes Jahr finanziert wurde, ist noch immer im Einsatz.

Nachricht von Ruben Mawick im Wortlaut:

"Ihr Lieben! Seit dem 22. Februar bin ich wieder in Deutschland. Voller Traurigkeit und von Sorgen, von denen ich auch auf der Kundgebung in Berlin am Brandenburger Tor am 4. Jahrestag des Angriffs der Russischen Föderation auf die Ukraine berichtet habe. Die Kundgebung war ein eindrucksvolles Zeichen der Solidarität mit der Ukraine, die immer weiter aus den Schlagzeilen zu weichen droht, zumal wir jetzt einen weiteren, entsetzlichen Krieg im Nahen Osten haben. Wir dürfen die Ukraine nicht preisgeben.
In den letzten Tagen habe ich viele Verwundete transportiert, etwa fünf Personen pro Tag. Ich war im Südosten der Ukraine unterwegs. Auf den Bildern ist ein ukrainischer Soldaten zu sehen, dem kurz hinter der Frontlinie das Unterbein amputiert wurde. Wir haben ihn stabilisiert und weiter ins Hinterland gebracht. Die durch Drohen verursachten Verletzungen sind schrecklich – bei Soldaten und unbeteiligten Zivilisten gleichermassen. Wir müssen weiterhin durchhalten.

Unfassbar beeindruckend ist der Durchhaltewillen der Menschen. Sie haben wieder einen Winter hinter sich gebracht – den vierten Winter inmitten des Krieges und dieses Mal in großer Kälte und in der Dunkelheit. Aber sie haben es geschafft. Jetzt ist es wieder wärmer und alles geht Richtung Frühling. Stehen wir weiter zusammen. Solidarisch. An der Seite der Verwundeten und denjenigen, die wir evakuieren müssen. Einen anderen Weg gibt es nicht. 
Danke, dass Ihr an die Ukraine denkt.

Euer Ruben"