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Neue Orgel für St. Martha

Die hohe schlanke Orgel passt sich in das architektonische Konzept ein

Die Orgelmanufaktur Jürgen Lutz und der Architekt Florian Nagler haben ein überzeugendes Konzept erarbeitet. Kompromisse waren trotzdem nötig.

Das Presbyterium hat bezüglich der neuen Orgel für die St. Martha Kirche nach ausführlicher Diskussion eine Entscheidung getroffen. Der gemeinsame Entwurf des Architekten und des Orgelbauers wurde mit deutlicher Mehrheit beauftragt.

Zur Vorgeschichte: Bereits im August letzten Jahres hat die Gemeinde mit potentiellen Orgelbauern Kontakt aufgenommen. Der Orgelausschuss aus Bernd Dietrich, Helmut Scheller und dem Orgelsachverständigen der Evangelisch-Lutherischen Kirche Martin Schiffel hat dann vier Orgelfirmen ausgesucht und um Angebote gebeten. Dabei wurden unter anderem folgende Anforderungen formuliert:

  • Die mechanisch gesteuerte Orgel soll zwei Manuale (Tastaturen), Pedale und ca. 28 Register (verschieden klingende Pfeifenfamilien) haben. Die bisherige Orgel hatte 27 Register und drei Manuale.
  • Die neue Orgel soll konzertfähig sein und kreative Dispositionsvorschläge enthalten (Disposition nennt sich die Zusammenstellung der verschieden klingenden Orgelpfeifen)
  • Die Materialien sollen langlebig sein.
  • Die Orgel soll auf der Westempore stehen und das Fenster weitgehend frei lassen.

Die vier eingehenden Angebote waren alle so interessant, dass sich einige interessierte und versierte Gemeindemitglieder und der Orgelausschuss auf den Weg machten, um sich Referenzinstrumente der Anbieter anzuhören und anzuschauen. Die Wahl fiel nach langem Abwägen auf die Orgelmanufaktur Lutz in Feuchtwangen.

Voraussetzung der Auftragsvergabe war die funktionierende Zusammenarbeit mit dem Sieger des inzwischen ausgelobten Planungsgutachtens. Der prämierte und vom Presbyterium beschlossene Entwurf des Architekten Florian Nagler für den Wiederaufbau der St. Martha Kirche hatte einen höchst interessanten Orgelprospekt (so nennt sich die Ansicht der Orgel im Gegensatz zum unsichtbaren Innenleben). Dieser wurde von der Jury gelobt, aber bezüglich seiner Umsetzung kritisch gesehen. Bald nach der Jury-Entscheidung fand ein Gespräch des Architekten, des Orgelbauers Jürgen Lutz und des Orgelsachverständigen Martin Schiffel statt. Dabei wurde klar, dass der attraktive Entwurf orgelbautechnisch aus mehreren Gründen nicht umsetzbar ist.

Weitere Bauweisen und Standorte wurden geprüft. Die Größe der Orgel und die mechanische Bauweise lassen aber nicht alle denkbaren Möglichkeiten zu. Die zwischendurch diskutierte Idee einer Orgel, die hoch und schlank vorne an der Brüstung steht, fand zwar einige Befürworter, wurde aber von den Kirchenmusikern für ungünstig befunden. Deshalb wurde ein Fachgremium einberufen:

Der künftige Organist der Gemeinde, Andy Tirakitti, Helmut Scheller und Martin Schiffel, Torsten Wegner (Raumakustiker), der Orgelbauer Lutz und Architekt Nagler, sowie der Wiederaufbau-Ausschuss (Kurt Pressel, Hans Redenbacher, Dieter Krabbe, Walter Przibilla und Thomas Pickl) waren sich nach ausführlicher Diskussion einig, dass die hohe schlanke Orgel vor das Fenster gerückt werden muss und so klanglich und optisch am besten zur Geltung kommt.

Einziges Manko: Das Westfenster wird wieder verdeckt. Doch nicht so, wie es bei der alten Orgel von 1990 der Fall war. Vor dem Brand war das Fenster verbrettert und also ohne jeden Lichteinfall. Jetzt aber soll die Orgel in einem Abstand von 50 bis 70 Zentimetern zum Fenster stehen und also Licht hereinlassen. Und auch hinaus. Denn war die Kirche bisher von der Königstraße aus gesehen immer dunkel, so wird nun warmes und einladendes Licht die Besucher/innen und Gemeindemitglieder empfangen.

Das Presbyterium hatte freilich eine Kröte zu schlucken: Der Wunsch vieler Gemeindemitglieder, das Fenster komplett oder doch wenigstens teilweise sichtbar zu lassen, wird nun doch nicht verwirklicht. Das ist der Preis für eine Orgel, die nach einhelliger Meinung ansonsten ihresgleichen suchen wird und die sich sehr stimmig in das architektonische Konzept einfügt. Auch klanglich und akustisch im Raum verspricht das neue Instrument, den Anforderungen mindestens gerecht zu werden.

Dieser Meinung hat sich das Presbyterium angeschlossen und will diese Entscheidung auch gerne näher erläutern. Nach den Gottesdiensten am 19. und 26. Juli soll jeweils Gelegenheit sein, im Gemeindesaal zusammenzukommen und sich zu informieren.

 

Ansicht Orgel vom Chorraum
Seitenansicht Orgel
Draufsicht Orgelempore
Ansicht Orgel (Lutz)
Draufsicht Orgel (Lutz)

Georg Rieger, Koordinator des Wiederaufbaus