Anhören der sonntäglichen Predigten aus St. Martha
Predigt zur Predigtreihe "Lichtblicke" 8.2.26 , "Das Licht leuchtet in der Finsternis" - Stefania Scherffig
Predigt zur Predigtreihe "Lichtblicke" 1.2.26 , "Lichte Momente, Das Recht und der Mensch" - Guy Clicque
Predigt 18.1.26 - Georg Rieger
Predigt zur Jahreslosung 2026 - Stefania Scherffig (4.1.26)
Predigt 31.12.25 - Georg Rieger
Predigt 25.12.25 - Stefania Scherffig
Predigt Heilig Abend 2025 - Georg Rieger
Predigt 1. Advent 30.11.25 - Georg Rieger (30.11.25)
Predigt Ewigkeitssonntag vom 23.11.25 - Stefania Scherffig (23.11.25)
Predigt Gottesdienst vom 9.11.25 - Georg Rieger (9.11.25)
Predigt Gottesdienst vom 26.10.25 - Dieter Krabbe (26.10.25)
Predigt Gottesdienst vom 19.10.25 - Georg Rieger (19.10.25)
Predigt Gottesdienst vom 12.10.25 - Stefania Scherffig (12.10.25)
Predigt Gottesdienst vom 28.9.25 - Georg Rieger (28.9.25)
Dreimal Liebe (Israelsonntag) - Georg Rieger (24.8.25)
Durch die Jesus-Brille - Stefania Scherffig (17.8.25)
Schwerter zu Pflugscharen - Stefania Scherffig (10.8.25)
Gesegnete Mahlzeit - Gudrun Kuhn (3.8.25)
Altes und Neues Testament - Stefania Scherffig (27.7.25)
Predigt Gottesdienst vom 20.Juli - Katharina Tirakitti (20.7.25)
Predigt Gottesdienst vom 6.Juli - Georg Rieger
Dreieinigigkeit neu interpretiert (2. Kor. 13-13) - Georg Rieger (15.6.25 Trinitatis)
Der andere Beistand (Joh. 14, 15-21) - Georg Rieger (8.6.25 Pfingsten)
Predigt Gottesdienst vom 25.Mai - Stefania Scherffig (25.5.25 Rogate)
Befreiende Lieder (Apg. 16, 23-34) - Stefania Scherffig (18.5.25 Kantate)
Überwinde das Böse mit Gutem - Georg Rieger (11.5.25 Jubilate)
Der gute Hirte (Joh. 10, 11-16) - Stefania Scherffig (4.5.25 Miserikordias Domini)
Maria Magdalena und der Gärtner (Joh. 20, 11-18) - Georg Rieger (20.4.25 Ostersonntag)
Predigt Gottesdienst vom 6.April - Georg Rieger (6.4.2025)
Predigtreihe "Nichts als Ausreden" Teil 8: Dumm gelaufen! - Gudrun Kuhn (30.3.2025)
Predigtreihe "Nichts als Ausreden" Teil 7: Braucht Gott Kämpfer für sein Werk - Kurt- WErner Schuppener (23.3.2025)
Predigtreihe "Nichts als Ausreden" Teil 6: Die Verleugnung des Petrus - Silke Brenningmeyer-Beneken (9.3.2025)
Predigtreihe "Nichts als Ausreden" Teil 5: Verantwortung übernehmen! - Leo Deisenhofer (23.2.2025)
Predigtreihe "Nichts als Ausreden" Teil 4: Selbst Schuld! - Guy Clicque (23.3.2025)
Predigtreihe "Nichts als Ausreden" Teil 3: Der liebe Gott macht viel mit uns mit - Susanne Gillmann (9.2.2025)
Predigtreihe "Nichts als Ausreden" Teil 2: Die Ausreden der Jünger - Stefania Scherffig (2.2.2025)
Predigtreihe "Nichts als Ausreden" Teil 1: Ausreden im Handel mit Gott - Präses Simon Froben (26.1.2025)
Predigt Gottesdienst vom 17.November - Dieter Krabbe (3.11.2024)
Predigt zum Reformationsfest am 3.November - Georg Rieger und Ivett Fekete (3.11.2024)
Predigt Gottesdienst vom 20. Oktober - Stefania Scherffig (20.10.2024)
Predigt Gottesdienst vom 13.Oktober - Georg Rieger (13.10.2024)
Wie wir als Erwachsene Gottes Kinder sein können, Predigt über Galater 3 - Georg Rieger (22.9.2024)
Predigt Gottesdienst vom 1. September - Gudrun Kuhn ( 1.9.2024)
Predigt Gottesdienst vom 18.August - Ivett Fekete (18.8.2024)
Predigt Gottesdienst vom 11.August - Stefania Scherffig (11.8.2024)
Predigt Gottesdienst vom 28.Juli - Stefania Scherffig (28.7.2024)
Wir Kinder des Lichts, Predigt über Epheser 5 - Georg Rieger (21.7.2024)
Alles was ihr tut, geschehe in Liebe (1. Kor. 16) - Dieter Krabbe (14.7.2024)
Predigt über die Dummheit - Stefania Scherffig (30.6.2024)
Predigt Gottesdienst vom 23.Juni - Ivett Fekete (23.6.2024)
Predigt Gottesdienst vom 16.Juni - Stefania Scherffig (16.6.2024)
Jesus im Himmel (Joh 16, 5-15) - Georg Rieger (12.5.2024)
Predigt über Offenbarung Joh. 15 - Silke Brenningmeyer-Beneken (28.4.2024)
Predigt Gottesdienst mit Taufe - Georg Rieger (21.4.2024)
Wer ist schuld am Tod Jesu? - Georg Rieger (29.3.2024) Karfreitag
In die Herzen - Stefania Scherffig und Georg Rieger (24.3.2024) Konfirmation
Liebe - Simon Froben (17.3.2024) Predigtreihe Teil 8
Ohnmacht - Susanne Gillmann (3.3.2024) Predigtreihe Teil 6
Sehnsucht - Guy Marcel Clicqué (25.2.2024) Predigtreihe Teil 5
Hass - Leo Deisenhofer (18.2.2024) Predigtreihe Teil 4
Neid - Kurt-Werner Schuppener (11.2.2024) Predigtreihe Teil 3
Scham - Georg Rieger (4.2.2024) Predigtreihe Teil 2
Angst/Furcht - Silke Brenningmeyer (28.1.2024) Predigtreihe Teil 1
Etwas mitzunehmen - Stefania Scherffig (21.1.2024)
Für einen Teller Linsen (Hebr. 12, 12-18.22-23a) - Georg Rieger (14.1.2024)
Alles hat seine Zeit - Georg Rieger (31. Dezember 2023)
Drei Geburtsgeschichten - Stefania Scherffig (25.12.2023)
Weihnachten. Um die Ecke gedacht - Georg Rieger (24.12.2023)
Licht in der Dunkelheit - Sebastian Watzek (Reformkathol. Gemeinde) (17.12.2023)
Das jüngste Gericht - Georg Rieger (19.11.2023)
Gemeinde mit Zukunft (Apg 2, 42-47) - Georg Rieger (23.7.2023)
Im Schwachen mächtig (Kol 1, 12-20) - Stefania Scherffig (7.4.2023) Karfreitag
Ora et Labora - Silke Brenningmeyer-Beneken (26.3.2023) Predigtreihe Teil 9
"Ich lass mich doch nicht umerziehen!" - Gudrun Kuhn (19.3.2023) Predigtreihe Teil 8
"Des war scho immer so!" - Georg Rieger (12.03.2023) Predigtreihe Teil 7
"Das wird man doch wohl noch sagen dürfen!" - Guy Clicqué (5.3.2023) Predigtreihe Teil 6
Einsamkeit - Leo Deisenhofer (26.2.2023) Predigtreihe Teil 5
Mehr Ich als Wir - Simon Froben (19.2.2023) Predigtreihe Teil 4
Hatespeech - Susanne Gillmann (12.2.2023) Predigtreihe Teil 3
Wo ist den jetzt Euer Gott? - Kurt-Werner Schuppener (5.2.2023) Predigtreihe Teil 2
Gut fürs Karma - Stefania Scherffig (29.1.2023) Predigtreihe Teil 1
Die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten (Mattthäus 2, 13-23) - Georg Rieger (8.1.2023)
Gottes Liebe ist nicht billig (Römer 8, 35-39) - Georg Rieger (31.12.2022)
In Windeln gewickelt (Lukas 2, 7+12) - Georg Rieger (25.12.2022)
Mitleidenschaft oder mit Leidenschaft (Hoheslied 2, 8-13) - Georg Rieger (4.12.2022)
Fensterg'schichten zu Franziskus, Klara, Johannes und der Apokalypse
Bis zum Sommer liest Manfred Lautenschlager weitere Heiligenlegenden

25. März, 18.00 Uhr ind er St. Martha Kirche
Franziskus, reicher Eltern Sohn aus Assisi, wählte für sich den Weg radikaler Armut in der strengen Nachfolge Jesu. Sein erfolgreicher Bettelorden siedelte sich auch in Nürnberg zum Ende des 13. Jahrhunderts unterhalb der Lorenzkirche an: Ziel war die Unterstützung von Armen und Kranken in der heranwachsenden Stadt. Auch in der Hospizkirche St. Martha findet er sich in einem Fensterbild ins Heilsgeschehen inseriert. >>mehr

22. April, 18.00 Uhr in der St. Martha Kirche
Klara, vom Leben des Franziskus beeindruckt, gelang es eine Gruppe von Frauen in eine entsprechende Ordensgemeinschaft zu überführen; auch sie lebten nach dem Ideal größter Armut. Ihre Klarissen siedelten in Nürnberg direkt gegenüber der späteren Waldstromerstiftung St. Martha, ohne dass sie sich direkt am Dienst im Pilgerhospiz beteiligten. Ihre berühmteste Äbtissin war Caritas Pirckheimer. >>mehr
20. Mai, 18.00 Uhr ind er St. Martha Kirche
Johannes, der Evangelist, galt im Mittelalter auch als Verfasser der Apokalypse und in der Legende sogar als der Bräutigam auf der Hochzeit von Kanaan. Auf entsprechend vielen Szenen ist er von daher in den Fensterbildern der Marthakirche präsent: Mit Maria unter dem Kreuz, bei der Himmelfahrt und zu Pfingsten. Das zentrale Abendmahlsbild in St. Martha bricht jedoch mit der Tradition, die Johannes sonst an die Brust des Herrn gelehnt zeigt. >>mehr
24. Juni, 18.00 Uhr ind er St. Martha Kirche
Eine ikonographische Seltenheit bietet in der St. Marthakirche das Fenster zur Apokalypse. Hier werden die Schreckensbilder vor Augen geführt, die den Untergang der Welt vor dem Jüngsten Gericht zum Thema haben. Poetisch nacherzählt werden die einzelnen Szenen von Heinrich Hesler, der der franziskanischen Bewegung nahestand. >>mehr
Die Einladungstexte nochmal mit einer ausführlicheren Einleitung:
Franziskus (25. März)
Der Bettelorden der Franziskaner hat sich am Abhang zur Pegnitz unterhalb der Lorenzkirche mit einem eigenen Konventsgebäude zum Ende des 13. Jahrhunderts etabliert – bereits wenige Jahrzehnte nach dem Hinscheiden des Ordensgründers, dem Heiligen Franz von Assisi. Als Sohn aus begütertem Kaufmannshause brach er radikal mit allen Konventionen einer mit Reichtum ausgestatteten Welt und vermählte sich mit der Armut, oder wie es in der Nürnberger Legende heißt: „er hieß dy armut sein frawn“. Dabei setzte er sich mit seinen Ordensbrüdern auch konsequent für die Versorgung der Bedürftigen und Kranken in den sich jetzt vergrößernden Stadtsiedlungen ein. Von daher findet sich Franziskus auch in der Hospizkirche St. Martha im Kanon der Heiligen in den Fenstern aufgenommen: Auch in diesem Raum fanden Pilger – darunter Kranke, die auf Heilung hofften – Aufnahme, Zuwendung und Pflege. Im Legendar der Nürnberger Dominikaner wird das Leben dieses großen, innovativen Ordensmannes, der ein christgerechtes Leben suchte und dies für die Armen fruchtbar machte, in einfacher und lebendiger Sprache vorgestellt.
[Marthakirche: aus dem Obergaden versetzt ins Behaim-Fenster, unteres Register links]
Klara (22. April)
Schon gut 100 Jahre vor der Waldstromerstiftung von St. Martha befand sich – wie heute noch in unmittelbarer Nachbarschaft – die Klarakirche mit den sie umgebenden Konvents-Gebäuden. Etwa zeitgleich mit der Ankunft und dem Ordensbau der Nürnberger Franziskaner nahm die Gemeinschaft von Magdalenerinnen die Regel der Klarissen an, die sich am Armutsideal ihrer Ordensgründerin orientierten: Franziskus hatte Klara in seiner Heimatstadt Assisi zu seiner neuen Lebensform bekehrt und sie zur Gründung einer eigenen Gemeinschaft von Frauen geführt und unterstützt. Dieser Lebensweg wird in der Nürnberger Legende der Klara nachgezeichnet. Ihre vielfältigen Wunderheilungen empfahlen sie auch zur Aufnahme in den Zyklus der Heiligengalerie in der benachbarten Hospizkirche St. Martha – auch wenn die Klarissen selbst in strenger Klausur lebend sich nicht unmittelbar in den Dienst der Armenversorgung und Krankenpflege zu stellen vermochten. Die heute noch berühmteste Äbtissin der Nürnberger Klarissen war Caritas, die Schwester des Patriziers Willibald Pirckheimer.
[Marthakirche: aus dem Obergaden versetzt ins Martha-Fenster, unteres Register rechts]
Johannes Evangelist (20. Mai)
Den Vorzug der besonderen Gottesnähe des Johannes unter den Aposteln bezeichnen die heute aus den Evangelien schon bekannten Szenen als Zeuge bei der Kreuzigung, wo ihm Maria als Mutter überantwortet wird, das Beisein zur Himmelfahrt und Pfingsten. Der bekannteste Gestus der Christusnähe findet sich in der Darstellung beim Abendmahl, wo Johannes an die linke Brust des Herrn sinkt – ein Gestus, den das zentrale Fenster in der Marthakirche jedoch nicht übernimmt. Anders in der Legende: Dort bekommt Johannes mit dem Ohr nah am Herzen des Heilands zu „hören“ worauf der große Heilsplan Gottes hinausläuft und was den weiteren Lauf der Geschichte bis zum Weltende ausmachen wird. Von daher wird der Evangelist mit dem Apokalyptiker gleichgesetzt, der vom Weltende zu künden vermag. Die bewegte Geschichte dieses Heiligen, die mit der Hochzeit von Kanaan beginnt, ist in der Fassung der Nürnberger Dominikaner eine Synopse vertrauter und ungewöhnlicher Ereignisse.
[Marthakirche: Stromer-Fenster, 2. Register von unten, Kreuzigung rechts; Ottnandt-Fenster, oberstes Register neben dem Weltenrichter, u.a.]
Apokalypse (24. Juni)
Woran können wir erkennen, wann das Ende der Welt uns zukommt? Darüber berichtet das Buch der Apokalypse: Visionen, die sich dem Johannes während seines Aufenthalts auf der Insel Patmos eröffneten und eine Folge von endzeitlichen Katastrophen darstellen, die über Natur und alles Leben hereinbricht. Diese Sequenz von Schreckenstagen findet sich in einem Fenster der Marthakirche – eine ikonographische Seltenheit – komplett dargestellt, als Vorspiel zum sich anschließenden Fenster des Jüngsten Gerichts. Was sich in den einzelnen apokalyptischen Szenen hier ausgemalt findet, wird von Heinrich Hesler, einem Dichter des 13. Jahrhunderts, der der franziskanischen Bewegung nahestand, in bewegten Versen verdeutlicht.
[Marthakirche: Rieter-Fenster]




