Vertrauenspersonen für Fälle von sexualisierter Gewalt

Bei Vorkommnissen gibt es in der Gemeinde zwei Ansprechpersonen, an die sich Betroffene wenden können


Karen Döring und Margit Pronath nehmen Anliegen entgegen und Kontakt auf: unter vertrauensperson@stmartha.de sind sie zu erreichen.

Seit einigen Jahren nimmt die Kirche das Thema (endlich) ernst - nachdem jahrzehntelang ein Mantel des Schweigens über entsprechende Vorkommnisse gelegt wurde.

In der Evangelisch-reformierten Kirche wurden (von der Synode beschlossen) alle Gemeinden verpflichtet, ein Schutzkonzept zu erarbeiten. Das sind Vorsichtsmaßnahmen und Verhaltensregeln, die helfen sollen, solche Vorkommnisse zu verhindern. Es gibt aber auch Vorkehrungen gegen die Versuche, Fälle zu vertuschen oder Täter zu decken. Daher wurden Vertrauenspersonen bestimmt, die nicht Teil der Gemeindeleitung sind und die in größtmöglicher Unabhängigkeit Hinweise aufnehmen und weitere Schritte einleiten.

Wer über die Ebene der Gemeinde hinaus einen Fall melden will, hat auch die Möglichkeit, sich an eine landeskirchliche Meldestelle zu wenden: meldestelle@reformiert.de oder 0491/9198199. Außerdem besteht natürlich immer die Möglichkeit einer Strafanzeige.

Oberste Priorität bleibt, sexualisierte Gewalt, zu der alle Formen der Herabwürdigung, der Zudringlichkeit, ungewollter Berührung und natürlich jeglicher Form der Gewaltausübung gehören, zu verhindern. Das funktioniert in erster Linie durch die Sensibilisierung aller Menschen für die Gefühle anderer und der eigenen. Hierzu werden alle Mitarbeitenden in der Gemeinde zu Schulungen eingeladen. Auch das gehört zum Schutzkonzept.

Eine Gruppe aus unserer Gemeinde hat es entwickelt. Nun ist es fertig.

Ergebnisse sind eine Verhaltens-Ampel, eine Meldestelle und die Schulung aller Mitarbeitenden. Vor allem soll das Thema im Bewusstsein bleiben.